Elfenfigur links

Feenfeuer

Schamanische Pfade mit den Elfen

Elfenfigur rechts

Schamanismus – Die alte Kunst der Verbindung

Schamane mit Trommel am Feuer, umgeben von Feenwesen

Wenn man das Wort Schamanismus hört, denkt man oft an ferne Länder: an sibirische Steppe, an die Trommeln der Native Americans, an Medizinmänner und -frauen, die Rauchopfer darbringen und Heilgesänge singen.

Viele stellen sich Schamanismus als ein Relikt „primitiver“ Naturvölker vor, als eine Art magisches Theater zwischen Aberglaube und Zauberei. Doch wer genauer hinsieht, merkt: Diese Sicht stammt aus einem sehr westlich-religiösen Blickwinkel. Denn der Schamane ist weit mehr als ein „Zauberpriester“. Er ist ein Brückenbauer zwischen den Welten, Mittler zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem.

Das Wort „Schamane“

Der Begriff stammt aus der Sprache der Ewenken, einem tungusischen Volk Sibiriens. Das Wort „samán“ kann „wissen“, „erkennen“ oder „verstehen“ bedeuten – aber auch „rasen“ oder „ekstatisch sein“. Beides passt erstaunlich gut, denn der Schamane ist jemand, der rauschhafte und ekstatische Zustände bewußt einleitet, um in diesen Zustand seine Seele in die Geisterwelt schicken zu können.

Schamanismus - oder besser gesagt Schamanische Praxis - ist eigentlich weniger Religion, sondern eine Praxis, eine spirituelle Technik, die auf fast allen Kontinenten in Variationen existiert. Während ein südamerikanischer "Schamane" Ayahuasca trinkt, nutzt der sibirische Kollege den Trommelrhythmus, um in Trance zu gelangen. Unterschiedliche Wege – dasselbe Ziel: den Kontakt zu den Geistern, um Rat, Wissen und Heilung zu empfangen. Man könnte sagen: Schamanismus ist angewandte Spiritualität – oder, wie ich es nenne, praktizierter Animismus.

Von Dämonenpriestern zu Geistführern

Im 17. Jahrhundert übernahmen europäische Forscher – alle tief religiös geprägt – das Wort „Schamane“ für alle, die mit Trance arbeiteten. Für sie waren diese Menschen „Teufelsbeschwörer“. Erst viel später – durch Forscher wie Mircea Eliade und Michael Harner – wurde er wieder positiv bewertet.

Eliade beschrieb im Werk „Schamanismus und archaische Ekstasetechnik“ präzise die Grundpfeiler der schamanischen Arbeit:

Schamanische Spuren in Europa

Auch in unseren Breiten finden sich schamanische Elemente – in nordischen und germanischen Mythen, in der Vorstellung des Weltenbaumes Yggdrasil oder der Reisen Odins. Hier muss ich mein persönliches Erleben mit schamanischen Techniken und einbringen: es wird oft in der Esoterikszene auf "traditionellem Schamanismus" gepocht und deren angebliche oder tatsächlich autorisierte Vertreter (zum Beispiel sibirische oder Nepalesische Schamanen) hofiert. Auf der anderen Seite erlebe ich persönlich, dass die europäischen Geister und Götter immer noch in der Geisterwelt wirken und wieder Menschen als deren Vermittler brauchen und diese gezielt in Tranceerfahrungen ansprechen und richtiggehend rekrutieren. Salopp gesagt: den Geistern ist es egal, was Ethnologen oder Esoteriker sagen. Das wird leider in der heutigen Gesellschaft nicht gewürdigt; vielleicht kann diese Website ein bisschen zum besseren Verständnis des belächelten "Neoschamanismus" beitragen. Jede Tradition fing mal klein an.

Schamanismus ist letztlich die Kunst, mit allen Seelen zu sprechen – und so das Gleichgewicht zwischen der materiellen Welt und der spirituellen Welt wieder herzustellen und aufrecht zu erhalten.